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Willkommen in der Overbergschule Selm

19
12.2019

„Weiß weiß mehr“ – Die Overberger Theaterkids machen Theater

Der Vorhang ist geschlossen. Das Licht ist gedimmt. Die großen und kleinen Zuschauer warten mucksmäuschenstill auf ihren Plätzen und schauen gebannt nach vorne, wo sich die Scheinwerferlichter sammeln. Alle haben sich für die dritte Vormittagsvorstellung des Theaterstücks „Weiß weiß mehr“ im Bürgerhaus versammelt, welches die Overberger Theaterkids über mehrere Wochen einstudierten. Die ehemalige Lehrerin Angelika Hoffmann, aus deren Feder das Stück entspringt, bereitete die Kinder gemeinsam mit Kerstin Emisch und Yvonne Kostka geduldig vor. Alles sieht sehr professionell aus. Gisbert Fleischer, der den Gesang der Kinder am Klavier begleitet, hat für diesen wichtigen Termin sogar seinen Zylinder aufgesetzt.

Der Vorhang öffnet sich.

Zu sehen ist ein beeindruckendes Bühnenbild bestehend aus bunten Kartons, welche die Overbergschule darstellen. Auf die Bühne tritt langsam schreitend ein schwarz gekleidetes Kind. Mit erhobenem Haupt und einer kokettierenden Körpersprache beginnt es das Theaterstück „Weiß weiß mehr“. Es stellt sich als das Schwarz vor und den Zuschauern wird deutlich, dass wohl auch noch andere Farben in diesem Stück eine Rolle einnehmen werden. So wären da zum Beispiel das von einem Putzfimmel besessene, besserwisserische Weiß, welches immerzu mit seinem Staubwedel über die Bühne fegt oder das glühende Rot, welches nur zu gerne die Rolle des Chefs der Farben einnehmen würde und dies immer wieder betont. Aber auch die anderen beiden Grundfarben wie das Blau, so klar wie der Himmel und das Gelb, so strahlend wie die Sonne, dürfen bei dieser Inszenierung nicht fehlen. Die drei Grundfarben eifern um die Wette und streiten, welche denn nun die Wichtigste und Mächtigste von ihnen sei. Das Weiß kann dabei auch nicht schlichten.

Und so kommt es, wie es kommen muss. Das Rot, das Blau und das Gelb kommen sich in ihrem Streit zu nahe und vermischen sich. So entstehen immer neue Mischfarben in ganz unterschiedlichen Varianten: Orangerot, Gelborange, Grünblau, Grüngelb, Lila und Violett.

Mit Gesang und frechen Dialogen versuchen nun alle Farben, die jeweils anderen davon zu überzeugen, wieso gerade sie die Wichtigsten und Mächtigsten seien. Das Weiß kann leider immer noch nicht schlichten.

Nun tritt das bedrohliche Schwarz wieder in Erscheinung. Es umhüllt alle Kampfhähne, so dass keine Eigenschaft der bunten Farben mehr sichtbar ist. Es wird still.

Gott sei Dank kommt dem Weiß eine Idee. Es säubert die Farben und verhilft ihnen, wieder zu ihrer Buntheit zu gelangen. Um dem Machtstreit ein Ende zu setzen, schlägt es vor, einen Farbkreis zu bilden, damit niemand bevorteilt wird. Die unbunten Farben schwarz und weiß stehen in der Mitte.

So bekommt am Ende nun doch jede Farbe seinen berechtigten und zufriedenstellenden Platz.

Während der knapp einstündigen Aufführung fesselten die Theaterkids ihr Publikum nicht nur mit schauspielerischem Talent und beeindruckend auswendig gelernten Dialogen, sondern hinterließen durch altbekannte zum Mitsingen animierte Gassenhauer den einen oder anderen Ohrwurm und zauberten durch gezielt eingesetzten Witz ein Lächeln auf die Lippen der Zuschauer.

 

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Verfasser:

Anna Schweins