Ein Kater mit Stiefeln
Die Geschichte handelt von...

Einem gestiefelten Kater, der sich mit Wams, Hut und Stiefeln zu einem Edelmann stylt, um Lutz, dem Müllersohn, zu einem besseren Lebensstandard zu verhelfen. Natürlich hat er dabei auch seine eigene Karriere im Sinn. Warum also nicht gleich ganz oben im Königshaus anfangen?

Die Gelegenheit ist auch gerade günstig: Prinzessin Niedlich soll nämlich endlich standesgemäß verheiratet werden. Zum Entsetzen aller wird sie aber seit kurzem von einem schrecklichen Schluckauf geplagt, wogegen kein Mittel zu helfen scheint. Überall wird sie bald „Prinzessin Schluckauf“ genannt. Ist das die Rache des mächtigen Zauberers, der längst ein Auge auf die Prinzessin geworfen hat, aber von ihr verschmäht wird?

Wie immer gibt es in dem musikalischen Theaterstück von Angelika Hoffmann und den Overberger Theater Kids natürlich auch ganz ausgefallene Personen. Da ist zum Beispiel Ping-Pong, der chinesische Hofkoch. Er soll ständig „flische Lebhühnel“ zubereiten und hat enorme Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache.

Unser kleiner Redakteur Jannik Broeker berichtet in Anlehnung an einen Pressebericht der Ruhr-Nachrichten:

Das Stück handelt vom armen Müllersohn Lutz, der beim Tode seines Vaters nichts anderes als den Kater Kasimir erbt. Dieser jedoch strebt nach Höherem: Er will Lutz als vornehmen Grafen am Königshofe einführen und mit der recht launischen Prinzessin Niedlich verheiraten, der kein Freier gut genug ist. Zum Ärger des Königs, dessen Tätigkeiten für die Untertanen sich darin beschränken, die Steuern zu verdoppeln.

Eine wichtige Rolle haben dabei der Magier und seine Zauberlehrlinge, die dafür sorgen, dass Prinzessin Niedlich einen Schluckauf bekommt. Der hochmütige König ist ebenso gut gespielt wie die Prinzessin, die mit „Puh“ und „Ach , der gefällt mir aber gar nicht ...“ Verehrer wie beispielsweise den Prinz Charles von vornherein abweist. Sehr gut auch der zerstreute Baron von Schusselig, der sich ständig verspricht. Und der stets lispelnde Koch Ping-Pong, dessen Essen das dem König beim besten Willen nicht schmecken will.

Das Bühnenbild wechselte schnell von der Mühle zur Wohnung des Magiers bis hin zum stark geschmückten Thronsaal.

Ein Kater mit Stiefeln - aus Sicht eines Schauspielers

Den meisten Spaß hatte ich bei den Proben. Anfangs dachte ich: „Das schaffe ich nie!“ Doch mit der Zeit wurde es immer besser. Vor den Aufführungen war ich sehr aufgeregt. Als ich mein Kostüm an hatte, konnte ich das Kribbeln kaum noch ertragen. Dann ging es los und ich musste auf die Bühne: „Hoffentlich schaffe ich das auch!“, dachte ich.

Die erste Szene klappte gut und alle klatschten. Nun war die Angst weg. Ich freute mich richtig auf meinen nächsten Auftritt. Auch hinter der Bühne war die Stimmung gut. Alle waren zufrieden und hatten großen Spaß. Eigentlich ging die Zeit viel zu schnell herum.

Am schönsten war natürlich der Schluss. Tosender Beifall - auch für mich! Dann kamen meine Eltern und Geschwister. Sie lobten uns alle. Ich war richtig stolz! Es war ein tolles Gefühl.

(Ingmar Leismann, 3a, Baron von Schusselig, Kleiner Redakteur)

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