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ZEIT FÜR EUROPA  


 

   


Am Anfang dieses Projektes stand der Wunsch gemeinsam mit anderen zu musizieren und sich besser kennen zu lernen. Beteiligt waren drei Schulen,

  • die Gemeinschaftsgrundschule der Stadt Selm, Overbergschule,

  • das Städtische Gymnasium Selm,

  • die Stainburn-School, eine weiterführende Schule in Selms Partnerstadt Workington.

Im Jahr der Euro-Einführung war das Thema schnell gefunden. Von der englischen Schule wurden per E-Mail Noten und Texte des Mini-Musicals „Eurojazz“ übermittelt.

Diese mussten nun in Zusammenarbeit zwischen Grundschülern der Overbergschule und 8-Klässlern des Städtischen Gymnasiums Selm (SGS) zuerst einmal in die deutsche Sprache übertragen werden. Nachdem der Inhalt der fünf Songs erfasst war, ging es an die Produktion eines deutschen Textbuches für das geplante Musiktheater. Unter Anleitung von Frau Hoffmann erarbeiteten die Schüler beider Schulen szenische Texte, die den englischen Songtext erläuterten.

Gleichzeitig lernten Schüler der Grundschule und des Gymnasiums in einem gemeinsamen Chor die englischen Songs. Nicht nur die fremde Sprache bereitete große Schwierigkeiten, die es zu überwinden galt, auch die durchwegs mehrstimmigen Lieder waren nur mit vielfacher Übung zu bewältigen. Dabei zeigte sich deutlich, dass die Grundschüler wesentlich unbefangener an die Arbeit gingen und es ihnen leichter fiel, sich auf den Dirigenten zu konzentrieren als den älteren Schülerinnen. Diese waren zwar stimmstärker, benötigten aber wesentlich längere Zeit, die Texte auswendig zu lernen. Im Verlaufe des Projekts wuchsen die unterschiedlichen Schülergruppen immer stärker zusammen und betrachteten sich zunehmend als gemeinsamen Chor. Erfreulich war auch die immer intensivere Zusammenarbeit der Lehrkräfte beider Schulen.

Zu Beginn des zweiten Schulhalbjahres besuchten Chor und Orchester der englischen Partnerschule Selm. Während einer Woche wurde nun gemeinsam mit den englischen Schülern geprobt. Sowohl beide Chöre als auch die Orchester harmonierten trotz unterschiedlicher Muttersprachen schnell miteinander. Internationale Verständigung fand mit Hilfe von Musik statt. Am Schluss dieser arbeitsintensiven Woche stand ein gemeinsamer Konzerttag. Vormittags besuchten Grundschüler aller Selmer Grundschulen die Darbietungen, abends musizierte man gemeinsam für die Selmer Öffentlichkeit.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte die Hauptarbeit bei Chor und Orchester gelegen, doch in der anschließenden Zeit wurde an der szenischen Darstellung und einer tänzerischen Choreographie zum besseren Verständnis der Songtexte gearbeitet. Kulisse wurde gebaut, Kostüme entworfen, Accessoires gesucht und gefunden. Auch hier arbeiteten Schüler der Grundschule und des Gymnasiums zusammen. Sie halfen sich gegenseitig und unterstützten sich bei der Probenarbeit. Immer wieder wurden neue Ideen entwickelt und auf Durchführbarkeit hin überprüft.

Nach insgesamt ca. halbjähriger intensiver Arbeit konnte das komplette Musiktheater der Selmer Öffentlichkeit erfolgreich präsentiert werden.
Parallel zu den im Mittelpunkt stehenden musikalischen Projektanteilen beschäftigten sich die dritten und vierten Schuljahre der Grundschule mit Fragen rund um den Euro und Europa. Geschichtliche und geographische Hintergründe wurden ermittelt. Der Umgang mit der neu eingeführten Währung wurde geübt. Plakate entstanden, die im Rahmen der Konzerte einem breiten Publikum Einblick in die Kultur Europas ermöglichten.

Zum Ende des Projektes zeigte sich als Perspektive für die Zukunft der Wunsch auf weitere Zusammenarbeit aller drei Schulen. Geplant ist für das kommende Jahr ein gemeinsamer Besuch von Grundschülern und Gymnasiasten in der englischen Partnerstadt Selms um dort wieder gemeinsam auf der Bühne zu stehen. Inzwischen wurde mit Hilfe der englischen Partner der Kontakt zu einer Grundschule in Workington/England weiter ausgebaut, so dass in England vier Schulen gemeinsam auftreten werden. Schüler der Grundschule begannen im Rahmen des Projektes bereits mit dem Austausch von e-mails und Briefen zu Schülern der Ashfield-Junior-School.

 

 
   

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